Wie läuft es ab, wenn Sie eine Website erstellen lassen?
Die Abläufe seriöser Anbieter ähneln sich stark. Am Anfang steht die Frage, wofür die Seite da ist und wen sie erreichen soll. Danach werden Anforderungen und Seitenstruktur festgelegt, Entwurf und Inhalte entwickelt, die Seite technisch umgesetzt, getestet und rechtlich geprüft. Am Ende steht der Livegang. Elementor beschreibt denselben Weg feiner: Kick-off, Recherche, Sitemap und Wireframe, Inhaltserstellung, Mockup, Kundenprüfung, Entwicklung, Test, Launch und Wartung. Für Sie als Inhaber zählt vor allem eines: Die Arbeit ist auf beide Seiten verteilt. Technik und Gestaltung liegen beim Anbieter. An mehreren Punkten geht es aber nur weiter, wenn aus dem Betrieb etwas kommt: Antworten im Briefing, Texte, Fotos, Rechtsangaben und Freigaben. Wer diese Punkte vorher kennt, kann sie zwischen Baustelle und Büro einplanen. Die folgenden Abschnitte gehen sie der Reihe nach durch.
Was gehört ins Briefing für eine Handwerker-Website?
Das Briefing ist das erste Gespräch oder die erste ausführliche Mail. ostend.digital nennt eine klare Zielformulierung als Pflicht des Auftraggebers: Zweck der Seite, Zielgruppe, gewünschte Aktion des Besuchers und woran der Erfolg gemessen wird. Wer das sauber beantwortet, spart später Korrekturschleifen, weil Struktur und Texte von Anfang an in die richtige Richtung gehen. Vorlage Briefing, in eine Mail kopieren und ausfüllen: „Betrieb: [Name, Ort, Gewerk] Wofür die Website da ist: [z. B. mehr Anfragen für Badsanierungen im Landkreis, Bewerbungen für Gesellen] Wer sie lesen soll: [Privatkunden, Hausverwaltungen, Architekten] Was Besucher tun sollen: [anrufen, Formular ausfüllen, Termin vereinbaren] Woran wir Erfolg messen: [Anfragen pro Monat über die Website] Leistungen, die wir stärker verkaufen wollen: [...] Leistungen, die wir nicht mehr anbieten: [...] Unser Einzugsgebiet: [Orte, Landkreise] Websites anderer Betriebe, die wir gut finden, und warum: [Link und ein Satz] Ansprechpartner im Betrieb für Rückfragen: [Name, Telefon, beste Uhrzeit]“ Der letzte Punkt wird oft vergessen. Wenn klar ist, wer im Betrieb entscheidet und wann diese Person erreichbar ist, bleiben Rückfragen nicht tagelang liegen.
- Technik und Gestaltung übernimmt der Anbieter, Briefing, Texte, Fotos, Rechtsangaben und Freigaben kommen aus dem Betrieb.
- xictron.com nennt fehlende Texte und Bilder als häufigen Grund für Verzögerungen.
- Die Domain sollte auf Ihren Betrieb als Inhaber eingetragen sein.
- Feedback gebündelt von einer Person schicken, mit Seite, Stelle und Begründung.
- xictron.com gibt für kompakte Projekte typischerweise wenige Wochen an, der verbindliche Zeitplan steht nach der Konzeption fest.
Texte und Fotos: der häufigste Grund für Verzögerungen
xictron.com schreibt, dass fehlende Texte und Bilder erfahrungsgemäß ein häufiger Verzögerungsgrund sind. ostend.digital zählt eigene Fotos statt Stock-Material und Leistungstexte zu den Lieferpflichten des Auftraggebers. streit-software.de ergänzt Referenzprojekte, Kundenbewertungen, Zertifikate und Unternehmensangaben. Das alles kennt nur der Betrieb selbst. Sie müssen keine fertigen Texte schreiben. Stichpunkte reichen, wenn ein Texter daraus die Seite formuliert. Vorlage pro Leistung: „Leistung: [z. B. Dachsanierung] Für wen: [Eigenheimbesitzer, Hausverwaltungen] Was wir genau machen: [einige Stichpunkte in Ihren Worten] Was der Kunde davon hat: [z. B. dichtes Dach, weniger Heizkosten, ein Ansprechpartner für alles] Die Frage, die am Telefon immer kommt, und unsere Antwort: [...] Passendes Referenzprojekt: [Ort, Art des Auftrags, Fotos vorhanden ja oder nein]“ Fotoliste zum Abhaken: Baustellen vorher und nachher, fertige Arbeiten im Detail, das Team, Fahrzeuge mit Beschriftung, Werkstatt oder Lager, Sie selbst als Ansprechpartner. Fragen Sie Kunden vorab, ob ihr Haus gezeigt werden darf, und Mitarbeiter, ob sie mit Foto auf die Seite möchten. Handyfotos bei Tageslicht genügen für den Anfang.
Impressum, Datenschutz und Domain: was vor dem Livegang stehen muss
ostend.digital zählt Rechtstexte zu den Dingen, die der Auftraggeber liefert. Impressum und Datenschutzerklärung müssen vorliegen, bevor die Seite online geht. Welche Angaben genau hineingehören, hängt von Rechtsform und Betrieb ab. Klären Sie das mit Ihrer Kammer, Ihrem Verband oder einem Anwalt. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Praktisch hilft es, die Unternehmensangaben früh gesammelt in einer Mail zu schicken, damit der Rechtscheck am Ende nicht auf fehlende Daten wartet. Die zweite Sache betrifft die Domain. Als Inhaber sollte Ihr Betrieb eingetragen sein. Läuft die Domain auf den Anbieter, wird ein späterer Wechsel umständlich. Vorlage für die Mail an den Anbieter: „Bitte registrieren Sie die Domain [name.de] mit unserem Betrieb als Inhaber. Bitte schicken Sie uns die Zugangsdaten zur Domainverwaltung schriftlich. Falls die Domain schon existiert: Wer ist dort aktuell als Inhaber eingetragen, und wie übertragen wir sie auf uns?“ Fragen Sie im gleichen Zug, wo die Seite gehostet wird und wer sich nach dem Livegang um Updates kümmert. Wartung ist bei Elementor ein eigener Schritt nach dem Launch, also gehört sie auch in die Absprache.
Entwurf und Testversion: wie hilfreiches Feedback aussieht
Zwei Mal sind Sie als Prüfer gefragt: beim Design-Entwurf und bei der Testversion. Elementor nennt diese Kundenprüfung als festen Schritt vor der Entwicklung. Feedback wirkt am schnellsten, wenn eine Person im Betrieb alle Anmerkungen sammelt und in einer einzigen Mail schickt. Fünf einzelne Nachrichten von drei Leuten führen zu Widersprüchen. Vorher und nachher an echten Formulierungen: Unklar: „Gefällt uns noch nicht so.“ Klar: „Auf der Startseite fehlt oben die Telefonnummer. Die meisten unserer Kunden rufen an, statt zu schreiben.“ Unklar: „Die Bilder passen nicht.“ Klar: „Das zweite Foto unter Leistungen zeigt eine Arbeit, die wir nicht mehr anbieten. Bitte durch das Foto aus dem Ordner Bad ersetzen.“ Vorlage Feedback-Mail: „Wir haben den Entwurf geprüft. Freigegeben: [Seiten]. Änderungen: [Seite, Stelle, was genau anders sein soll, warum]. Offene Fragen: [...]. Alle Punkte sind gesammelt, weitere Anmerkungen kommen nicht nach.“ Bei der Testversion prüfen Sie am Handy: Lässt sich die Telefonnummer antippen? Kommt eine Testanfrage über das Formular in Ihrem Postfach an? Sind alle Leistungen da, stimmen Öffnungszeiten und Adresse, ist das Impressum erreichbar?
Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?
xictron.com gibt für eine kompakte Unternehmenswebsite typischerweise wenige Wochen an, für umfangreichere Projekte eher zwei bis vier Monate. Ein verbindlicher Zeitplan steht dort erst nach der Konzeptionsphase fest, also wenn Ziel, Umfang und Seitenstruktur geklärt sind. Wer am Anfang einen festen Termin zugesagt bekommt, ohne dass ein Briefing stattgefunden hat, sollte nachfragen, worauf dieser Termin beruht. Zum Vergleich: ostend.digital beziffert den eigenen Aufwand bei einer Website in kompletter Eigenregie auf 40 bis 80 Stunden. Beim Auftrag an einen Anbieter fällt der Großteil davon weg. Was bleibt, sind die Übergabepunkte aus diesem Artikel. Ihr größter Hebel für einen frühen Livegang liegt deshalb bei Ihnen: Briefing vollständig beantworten, Texte und Fotos gebündelt liefern, Unternehmensangaben früh schicken und Feedback innerhalb weniger Tage geben.
Was Sie heute schon erledigen können
Kopieren Sie die Briefing-Vorlage in eine Notiz und füllen Sie sie an einem ruhigen Abend aus. Legen Sie zusätzlich auf dem Handy ein Album mit dem Namen Website an und sammeln Sie dort ab sofort jedes brauchbare Baustellenfoto. Damit liegen Ziele und Bildmaterial bereit, und gerade fehlende Texte und Bilder nennt xictron.com als häufigen Verzögerungsgrund. Der einfachste Weg zu einem ersten Entwurf ist die kostenlose Website-Vorschau unten.
- Muss ich die Texte für meine Handwerker-Website selbst schreiben?
- Fertige Texte sind nicht nötig. Stichpunkte zu jeder Leistung reichen, wenn ein Texter daraus die Seite formuliert. Das Fachwissen über Ihre Leistungen, Referenzen und Kundenfragen kann aber nur aus dem Betrieb kommen.
- Reichen Stockfotos für den Anfang?
- ostend.digital empfiehlt eigene Fotos statt Stock-Material. Handyfotos von Baustellen, Team und Fahrzeugen bei Tageslicht sind ein guter Start und zeigen echte Arbeit.
- Wem gehört die Domain, wenn ein Anbieter die Website baut?
- Das regelt die Absprache. Achten Sie darauf, dass Ihr Betrieb als Inhaber eingetragen ist und Sie die Zugangsdaten zur Domainverwaltung schriftlich erhalten.
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