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SEO & Google• 29. Oktober 2026• 5 Min. Lesedauer

Googles KI-Suche nennt Ihren Betrieb, aber ignoriert Ihre Website

Googles KI-Suche nennt Ihren Betrieb, ignoriert aber meistens Ihre Website. Zu diesem Ergebnis kommt Wortliga in einer Auswertung von Handwerkersuchen im KI-Modus von Google. Entscheidend für die Nennung sind das Google-Unternehmensprofil und seine Bewertungen. Hier steht, welche Fehler Betriebe diese Sichtbarkeit kosten und wie Sie sie beheben.

Kurz gesagt
Titelbild mit dem Schriftzug Googles KI-Suche übergeht oft Ihre und einem Funken-Piktogramm

Wie oft nennt Googles KI-Suche Handwerker und ihre Website?

Googles KI-Modus nennt Handwerksbetriebe fast immer über das Google-Profil und verlinkt selten die eigene Website.

Wortliga hat am 23. Oktober 2026 eine Auswertung zu Handwerkersuchen im KI-Modus von Google veröffentlicht. Der KI-Modus ist die Suchansicht, in der Google eine ausformulierte Antwort zeigt und darin einzelne Betriebe empfiehlt.

Das zentrale Ergebnis: In 90 Prozent der KI-Antworten wird das Google-Unternehmensprofil des Betriebs genannt. Einen Link auf die eigene Website gibt es nur in 20 Prozent der Fälle.

Die Zahl der Bewertungen macht einen deutlichen Unterschied. Betriebe mit 50 oder mehr Bewertungen wurden zu 63 Prozent genannt, Betriebe mit 0 bis 19 Bewertungen nur zu 37 Prozent.

Dazu kommen Verzeichnisse. Einträge etwa bei den Gelben Seiten erhöhten die Chance auf eine Nennung um 12 bis 23 Prozentpunkte.

Ist das Google-Profil jetzt wichtiger als die Website?

Für die Nennung in der KI-Antwort zählt derzeit vor allem ein vollständiges Google-Profil mit vielen echten Bewertungen.

Die KI holt sich ihre Angaben zu Handwerkern vor allem aus Google Maps. Name, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten und Bewertungen stammen direkt aus dem Unternehmensprofil.

Für die Nennung in der KI-Antwort zählt das Profil deshalb aktuell mehr als jede Feinarbeit an der Website. Wer im Profil Lücken hat, wird seltener empfohlen, auch wenn die Website gut gemacht ist.

Die Website behält trotzdem ihre Aufgabe. Sobald jemand auf den Betrieb klickt, landet er dort und entscheidet, ob er anruft oder weitersucht.

Für die Praxis heißt das: erst das Profil in Ordnung bringen, dann prüfen, ob die Website zum Profil passt.

Gilt das auch für ChatGPT?

Auch ChatGPT zeigt Betriebe mit den Daten aus Google Maps, verlinkt die Profile aber nicht direkt.

Die Auswertung hat zusätzlich ChatGPT geprüft. Dort tauchten 97 Prozent der Betriebe mit denselben Daten auf, die auch in Google Maps stehen. Direkte Links auf die Profile gab es keine.

Die Angaben aus Google Maps sind damit auch für ChatGPT die Grundlage. Ein Fehler im Profil, etwa eine alte Telefonnummer, kann so in mehreren KI-Antworten gleichzeitig auftauchen.

Wer sein Profil pflegt, verbessert also seine Darstellung an mehreren Stellen auf einmal.

Welche Fehler im Google-Profil kosten die KI-Nennung?

Die meisten Lücken im Profil lassen sich mit wenig Aufwand schließen, wenn man weiß, wonach man suchen muss.

Ein Google-Profil ist schnell angelegt und wird danach oft lange nicht mehr angefasst. Genau dort entstehen die Lücken, die eine KI-Antwort ohne Ihren Betrieb wahrscheinlicher machen.

Google nennt in seiner Hilfe zum lokalen Ranking Relevanz, Entfernung und Bekanntheit als Faktoren. Auf Relevanz und Bekanntheit haben Sie direkten Einfluss: über vollständige Angaben und über Bewertungen.

Zu jedem der folgenden Fehler steht die passende Korrektur.

Fehler 1: Das Profil ist nur halb ausgefüllt

Oft stehen im Profil nur Name, Adresse und Telefonnummer. Leistungen, Einzugsgebiet und aktuelle Fotos fehlen.

Korrektur: Wählen Sie eine passende Hauptkategorie, etwa Elektriker oder Dachdecker, und ergänzen Sie Nebenkategorien. Tragen Sie jede Leistung einzeln ein, geben Sie das Einzugsgebiet an und laden Sie Fotos echter Baustellen hoch. Google empfiehlt ausdrücklich, das Profil vollständig und aktuell zu halten.

Fehler 2: Bewertungen kommen nur zufällig rein

Zufriedene Kunden bewerten selten von sich aus. In der Wortliga-Auswertung machte aber gerade die Zahl der Bewertungen einen großen Unterschied bei der Nennung.

Korrektur: Fragen Sie nach jedem abgeschlossenen Auftrag aktiv nach. Den direkten Bewertungslink finden Sie in Ihrem Google-Profil. Vorlage zum Kopieren:

„Guten Tag [Name], danke für Ihren Auftrag. Wenn Sie mit unserer Arbeit zufrieden waren, freuen wir uns über eine kurze Bewertung bei Google: [Link]. Zwei Sätze zur Arbeit reichen völlig. Viele Grüße, [Ihr Name], [Betrieb]“

Fehler 3: Bewertungen bleiben unbeantwortet

Unbeantwortete Bewertungen wirken, als würde niemand ins Profil schauen. Google rät in seiner Hilfe dazu, auf Rezensionen zu antworten.

Korrektur: Beantworten Sie jede Bewertung kurz und konkret. Vorlage zum Kopieren:

„Danke für Ihre Bewertung, [Name]. Schön, dass der Austausch der [Leistung] so reibungslos geklappt hat. Bei Fragen erreichen Sie uns jederzeit unter [Telefonnummer].“

Bei Kritik: sachlich bleiben, das Problem benennen und eine Lösung anbieten.

Fehler 4: Verzeichnisse zeigen alte oder abweichende Daten

In den Gelben Seiten steht noch die alte Adresse, bei einem anderen Portal eine frühere Handynummer. Solche Widersprüche erschweren die eindeutige Zuordnung.

Korrektur: Suchen Sie Ihren Betriebsnamen bei Google und notieren Sie alle Verzeichniseinträge. Gleichen Sie Name, Adresse und Telefonnummer überall an das Google-Profil an. Fehlt ein Eintrag in den Gelben Seiten, legen Sie ihn an.

Fehler 5: Die Website fehlt im Profil oder passt nicht dazu

Manche Profile haben gar keinen Website-Link, andere verweisen auf eine veraltete Seite. Dann landet ein interessierter Kunde nach dem Klick im Leeren.

Korrektur: Tragen Sie die aktuelle Website im Profil ein und öffnen Sie den Link einmal selbst am Handy. Firmenname, Adresse und Telefonnummer auf der Website müssen exakt mit dem Profil übereinstimmen.

Warum braucht der Betrieb trotzdem eine eigene Website?

Die Website ist die Seite, auf der aus einem Klick eine Anfrage oder ein Anruf wird.

Auch wenn die KI-Antwort selten direkt auf die Website verlinkt: Im Google-Profil führt ein Button zur Website. Wer den Betrieb genauer prüfen will, klickt dort und schaut sich an, was der Betrieb macht.

Was die Website dann leisten muss, ist überschaubar. Die Telefonnummer steht oben und ist am Handy antippbar, die Leistungen sind klar benannt, das Einzugsgebiet steht im Text.

Fotos echter Arbeiten zeigen, was der Betrieb tatsächlich kann. Die Seite sollte auf dem Smartphone schnell laden und ohne Zoomen lesbar sein. Impressum und Datenschutzerklärung gehören dazu.

Am wichtigsten ist der Abgleich mit dem Profil. Gleicher Name, gleiche Adresse, gleiche Telefonnummer: So passt das, was die KI aus dem Profil nennt, zu dem, was der Kunde auf der Website findet.

Was können Sie heute selbst erledigen?

Ein Abgleich der Profildaten und ein paar Bewertungsanfragen sind in einer Stunde erledigt.

Öffnen Sie heute Ihr Google-Unternehmensprofil und gleichen Sie Name, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten und Website-Link mit Ihrer Website und Ihrem Eintrag in den Gelben Seiten ab. Schicken Sie danach die Bewertungsanfrage aus Fehler 2 an die Kunden Ihrer letzten Aufträge.

Wer sehen möchte, wie eine passende Website zum Profil aussehen kann, findet mit der kostenlosen Website-Vorschau unten den einfachsten Weg.

Häufige Fragen
Was ist der KI-Modus bei Google?
Der KI-Modus ist eine Suchansicht, in der Google eine ausformulierte Antwort zeigt. Bei Handwerkersuchen nennt diese Antwort einzelne Betriebe und stützt sich dabei vor allem auf die Daten aus dem Google-Unternehmensprofil.
Wie bekomme ich mehr Google-Bewertungen?
Fragen Sie nach jedem abgeschlossenen Auftrag aktiv nach und schicken Sie den direkten Bewertungslink aus Ihrem Google-Profil mit. Eine kurze, persönliche Nachricht genügt.
Reicht ein Google-Profil ohne Website?
Für die Nennung in der KI-Antwort ist das Profil entscheidend. Wer aber klickt, um den Betrieb genauer zu prüfen, landet auf der Website. Fehlt sie oder ist sie veraltet, sucht der Kunde leichter weiter.
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