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SEO & Google• 12. Oktober 2026• 6 Min. Lesedauer

Google Spam-Update abgeschlossen: Jetzt Search Console checken

Das Google Spam-Update vom September 2026 ist abgeschlossen: Es lief vom 24. September bis zum 8. Oktober 2026. Wer eine Handwerker-Website betreibt, sollte jetzt die Google Search Console öffnen und prüfen, ob Klicks und Impressionen in diesem Zeitraum eingebrochen sind. Dieser Artikel zeigt, wo Sie hinschauen, wie Sie die Zahlen lesen und wie Sie eine betroffene Seite überarbeiten.

Titelbild mit dem Schriftzug Google Spam-Update und einem Kreislauf-Piktogramm

Was ist beim Google Spam-Update im September 2026 passiert?

Google hat am 24. September 2026 ein Spam-Update gestartet und den Rollout am 8. Oktober 2026 abgeschlossen. Das Update gilt für alle Sprachen und Regionen, also auch für deutsche Suchergebnisse und damit für jede Handwerker-Website, die über Google gefunden werden will. Das Fachportal Search Engine Journal hat über den Abschluss berichtet. Nach diesem Bericht trifft das Update besonders Seiten mit ungepflegten, per KI erzeugten Texten und Seiten mit Spam-Backlinks. Was Google grundsätzlich als Spam einstuft, etwa massenhaft erzeugte Inhalte ohne Mehrwert oder Linkspam, beschreibt Google selbst in seinen Spam-Richtlinien. Weil der Rollout gerade erst vorbei ist, sehen Sie die Auswirkungen jetzt am deutlichsten in Ihren eigenen Daten.

Wie prüfe ich in der Search Console, ob meine Website betroffen ist?

Die Search Console ist kostenlos und zeigt, wie oft Ihre Seiten in Google erscheinen und angeklickt werden. Falls Sie noch keinen Zugang haben, lohnt sich die Einrichtung trotzdem: Ab dann sammeln Sie Daten für das nächste Update. Mit Zugang dauert die Prüfung etwa eine Viertelstunde.

1. Leistungsbericht öffnen

Melden Sie sich in der Search Console an, wählen Sie Ihre Website und klicken Sie links auf Leistung und dann auf Suchergebnisse. Aktivieren Sie oben die Kästchen für Klicks und Impressionen, damit beide Kurven sichtbar sind.

2. Zeitraum auf die letzten 28 Tage setzen

Stellen Sie den Datumsfilter auf letzte 28 Tage. Damit liegt der gesamte Zeitraum des Updates im Bild. Schauen Sie auf die Kurve: Gibt es ab Ende September einen deutlichen Knick nach unten, der danach nicht wieder hochgeht?

3. Vorher und nachher vergleichen

Wählen Sie im Datumsfilter den Reiter Vergleichen und legen Sie einen benutzerdefinierten Zeitraum fest: zum Beispiel die Tage vor dem 24. September gegen die Tage nach dem 8. Oktober, jeweils gleich lang. So sehen Sie die Veränderung als direkten Vergleich statt als Gefühl.

4. Einzelne Seiten ansehen

Klicken Sie unter der Grafik auf den Reiter Seiten. Sortieren Sie nach der Differenz bei den Klicks. Oft verliert nicht die ganze Website, sondern nur ein Teil, etwa einige Leistungsseiten oder Blogartikel. Notieren Sie die Seiten mit dem stärksten Rückgang. Genau diese Liste brauchen Sie für die Überarbeitung.

Auf einen Blick
  • Das Google Spam-Update lief vom 24. September bis zum 8. Oktober 2026 und gilt für alle Sprachen und Regionen.
  • In der Search Console unter Leistung den Zeitraum auf die letzten 28 Tage setzen und vorher mit nachher vergleichen.
  • Im Reiter Seiten erkennen Sie, welche Unterseiten Klicks verloren haben.
  • Häufige Schwachstellen: ungeprüfte KI-Texte, dünne Leistungs- und Ortsseiten, gekaufte Backlinks.
  • Betroffene Seiten mit konkretem Wissen aus dem eigenen Betrieb überarbeiten und neu indexieren lassen.

Was bedeutet ein Rückgang in den Zahlen?

Ein Knick in der Kurve heißt noch nicht, dass Google Ihre Seite als Spam eingestuft hat. Klicks schwanken bei Handwerksbetrieben auch mit dem Wetter, den Ferien und der Saison. Ein Dachdecker bekommt nach einem Sturm mehr Anfragen, ein Maler im Herbst eher weniger Außenaufträge. Verdächtig ist ein Rückgang, wenn er zeitlich zum Update passt, wenn er sich auf bestimmte Seiten konzentriert und wenn er nach dem 8. Oktober nicht wieder abklingt. Prüfen Sie zusätzlich im Menü unter Sicherheit und manuelle Maßnahmen, ob dort eine Meldung steht. Ist alles leer und die Kurve stabil, müssen Sie nichts tun. Notieren Sie sich trotzdem die heutigen Werte, damit Sie beim nächsten Update eine Vergleichsbasis haben.

Welche Inhalte auf Handwerker-Websites typischerweise auffallen

Wenn einzelne Seiten deutlich verloren haben, lohnt ein ehrlicher Blick auf den Inhalt. Bei Websites von Handwerksbetrieben finden sich immer wieder dieselben Schwachstellen.

KI-Texte ohne Prüfung

Viele Betriebe haben in den letzten Jahren Texte mit KI-Werkzeugen erstellen lassen und ungelesen veröffentlicht. Typische Merkmale: lange Absätze ohne eine einzige konkrete Angabe, Sätze wie „Wir legen großen Wert auf Qualität und Kundenzufriedenheit“, Leistungsbeschreibungen, die auf jeden Betrieb in jeder Stadt passen würden. KI als Hilfe ist kein Problem. Problematisch wird es, wenn niemand aus dem Betrieb den Text geprüft und mit eigenem Wissen ergänzt hat.

Dünne Leistungsseiten

Ein Fliesenleger hat zehn Unterseiten für Bad, Küche, Terrasse, Balkon und so weiter, aber jede enthält nur drei austauschbare Sätze. Oder es gibt Ortsseiten wie „Elektriker in Stadt A“, „Elektriker in Stadt B“, bei denen nur der Ortsname getauscht wurde. Solche Seiten bieten dem Besucher kaum etwas, das er nicht schon von der Startseite kennt.

Fragwürdige Backlinks

Wer früher Linkpakete gekauft hat oder bei einer Agentur „SEO-Verlinkung“ gebucht hat, sollte unter Links in der Search Console die Liste der verweisenden Websites durchgehen. Auffällig sind Seiten ohne Bezug zum Handwerk, fremdsprachige Linksammlungen oder Verzeichnisse, die nur aus Links bestehen. Einträge in echten Branchenverzeichnissen, bei der Handwerkskammer oder bei Lieferanten sind dagegen in Ordnung.

So überarbeiten Sie eine betroffene Seite: ein Beispiel

Die Überarbeitung folgt einer einfachen Frage: Was weiß nur Ihr Betrieb, und was will ein Kunde vor dem Anruf wissen? Ein Beispiel von einer typischen Elektriker-Seite zum Thema Altbausanierung. Vorher: „Wir bieten professionelle Elektroinstallationen für Altbauten. Unser erfahrenes Team arbeitet zuverlässig und termingerecht. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot.“ Nachher: „In Altbauten finden wir oft noch zweiadrige Leitungen ohne Schutzleiter und alte Sicherungskästen ohne FI-Schutzschalter. Wir prüfen zuerst den Bestand, sagen Ihnen, was erneuert werden muss und was bleiben kann, und planen die Arbeiten so, dass Sie während der Sanierung möglichst lange Strom in den bewohnten Räumen haben. Schlitze stemmen wir nur dort, wo es nötig ist, und verputzen sie wieder.“ Der zweite Text ist länger, aber vor allem konkreter. Er nennt echte Situationen, echte Arbeitsschritte und beantwortet die Sorgen, die Kunden tatsächlich haben. So eine Beschreibung kann kein Wettbewerber einfach kopieren, weil sie aus Ihrer Arbeit kommt. Gehen Sie Ihre Liste aus der Search Console Seite für Seite durch. Für jede Seite gilt: Streichen Sie Füllsätze, ergänzen Sie typische Fragen von Kunden, beschreiben Sie Ihr Vorgehen und zeigen Sie, wenn vorhanden, eigene Fotos von Baustellen statt Bilder aus Bildarchiven. Dünne Ortsseiten, die sich nur im Namen unterscheiden, fassen Sie besser zu einer guten Seite zusammen, auf der Ihr Einzugsgebiet klar genannt ist. Wie Leistungsseiten für ein bestimmtes Gewerk aufgebaut sein können, zeigen auch Beispiele aus dem Portfolio. Nach der Überarbeitung können Sie in der Search Console über die URL-Prüfung oben im Suchfeld die geänderte Seite eingeben und eine erneute Indexierung beantragen. Rechnen Sie nicht mit einer Erholung über Nacht. Beobachten Sie die Zahlen über die nächsten Wochen und vergleichen Sie wieder mit Ihren notierten Werten.

Was Sie heute erledigen können

Öffnen Sie heute die Search Console, stellen Sie den Leistungsbericht auf die letzten 28 Tage und schauen Sie sich im Reiter Seiten an, welche Unterseiten seit Ende September Klicks verloren haben. Nehmen Sie sich die Seite mit dem größten Rückgang vor und schreiben Sie drei Absätze so um, dass nur Ihr Betrieb sie geschrieben haben kann. Wer zuerst sehen will, wie eine überarbeitete Website für den eigenen Betrieb aussehen könnte, findet unten den einfachsten Weg dazu: die kostenlose Website-Vorschau.

Häufige Fragen
Wann war das Google Spam-Update im September 2026?
Der Rollout begann am 24. September 2026 und wurde am 8. Oktober 2026 abgeschlossen.
Woran erkenne ich, ob meine Website vom Spam-Update betroffen ist?
Im Leistungsbericht der Search Console zeigt sich ein Rückgang bei Klicks und Impressionen, der zeitlich zum Update passt, sich auf bestimmte Seiten konzentriert und nach dem 8. Oktober nicht wieder abklingt.
Muss ich KI-Texte von meiner Website löschen?
Nicht zwingend. Entscheidend ist, dass jemand aus dem Betrieb die Texte prüft, Füllsätze streicht und eigenes Fachwissen, typische Kundenfragen und das eigene Vorgehen ergänzt.
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Ihre Website sollte das auch können?

Wir bauen die erste Version Ihrer neuen Handwerker-Website kostenlos. Sie zahlen erst, wenn sie Ihnen gefällt und live geht.

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