Was der kostenlose Website-Check prüft
Der Check auf unserer Seite arbeitet mit vier Kategorien: Ladezeit, Darstellung auf dem Handy, Kontaktmöglichkeit und HTTPS. Sie geben Ihre Webadresse ein und bekommen pro Kategorie eine Einschätzung, wo Ihre Seite gut dasteht und wo es hakt. Die Auswahl der Kategorien hat einen Grund. Google beschreibt unter dem Begriff Page Experience, woran es erkennt, ob Besucher auf einer Seite gut zurechtkommen. Dazu zählen Ladezeit und Reaktionsgeschwindigkeit, eine sichere Verbindung und die Frage, ob Inhalte von aufdringlichen Einblendungen verdeckt werden. Für Ihren Betrieb heißt das: Was Google stört, stört meistens auch den Kunden, der gerade auf dem Sofa nach einem Dachdecker in der Nähe sucht. Im Folgenden nehmen wir die Kategorien einzeln auseinander. Bei jeder steht, was Sie selbst prüfen können und was Sie bei einem schlechten Wert tun.
Ladezeit: die drei Messwerte von Google
Google misst Ladezeit mit drei Kennzahlen, den Core Web Vitals. Die Namen klingen technisch, dahinter stecken einfache Fragen. LCP (Largest Contentful Paint) misst, wie lange es dauert, bis das größte sichtbare Element geladen ist. Das ist oft das große Foto oben auf der Startseite. Als gut gelten bis 2,5 Sekunden, über 4 Sekunden gilt der Wert als schlecht. Typischer Fall beim Schreiner oder Fliesenleger: Die Projektfotos kommen direkt aus der Kamera, jedes mehrere Megabyte groß. Auf dem Handy im Mobilfunknetz dauert das spürbar. INP (Interaction to Next Paint) misst, wie schnell die Seite auf einen Tipp oder Klick reagiert. Gut ist ein Wert bis 200 Millisekunden. Wenn ein Kunde auf "Kontakt" tippt und erst einmal nichts passiert, tippt er nochmal oder geht. CLS (Cumulative Layout Shift) misst, wie stark Elemente beim Laden verrutschen. Gut ist ein Wert bis 0,1. Sie kennen das: Man will auf die Telefonnummer tippen, dann lädt ein Bild nach, alles rutscht nach unten und man landet auf dem falschen Link. Wichtig: Google bewertet diese Werte am 75. Perzentil der echten Seitenaufrufe. Vereinfacht gesagt reicht es nicht, wenn die Seite bei Ihnen im Büro am schnellen Anschluss flott lädt. Wenn ein Viertel Ihrer Besucher eine langsame Seite erlebt, zieht das die Bewertung nach unten. Was Sie tun können: Testen Sie Ihre Adresse zusätzlich mit PageSpeed Insights von Google. Wenn Sie die Google Search Console eingerichtet haben, finden Sie dort den Bericht zu den Core Web Vitals. Häufigste Ursache bei Handwerkerseiten sind zu große Bilder. Bilder verkleinern und in einem modernen Format speichern bringt oft schon viel.
- Der kostenlose Website-Check prüft Ladezeit, Handy-Darstellung, Kontaktmöglichkeit und HTTPS.
- Google bewertet die Ladezeit über LCP (gut bis 2,5 Sekunden), INP (gut bis 200 Millisekunden) und CLS (gut bis 0,1).
- Google erfasst Websites in erster Linie über die mobile Version, deshalb zählt die Handy-Ansicht.
- Die Telefonnummer gehört klickbar in den Kopfbereich und sollte auf dem Handy beim Scrollen sichtbar bleiben.
- Ohne HTTPS zeigt Chrome "Nicht sicher" an. Kostenlose Zertifikate gibt es über Let's Encrypt.
Handy-Darstellung: so sieht Ihr Kunde die Seite
Google nimmt für die Bewertung einer Website in erster Linie die mobile Version. Fachleute nennen das Mobile-First Indexing. Eine alte Seite, die nur am Computer ordentlich aussieht, wird von Google also so gesehen, wie sie auf dem Handy erscheint. Im schlimmsten Fall werden Inhalte gar nicht oder unvollständig erfasst. Aus der Praxis berichten Webagenturen, die für Handwerker arbeiten, dass ein großer Teil der Anfragen über das Smartphone kommt. Das deckt sich mit dem, was man sich vorstellen kann: Der Wasserhahn tropft, der Kunde greift zum Handy. Der Check schaut darauf, ob sich die Seite automatisch an die Bildschirmgröße anpasst (Responsive Design), ob die Schrift ohne Zoomen lesbar ist und ob Knöpfe und Links groß genug zum Antippen sind. Den wichtigsten Test machen Sie selbst in zwei Minuten: Öffnen Sie Ihre Seite auf dem eigenen Handy. Müssen Sie zoomen, um den Text zu lesen? Treffen Sie die Menüpunkte mit dem Daumen? Läuft Text über den Bildschirmrand hinaus? Wenn Sie eine dieser Fragen mit Ja beantworten, ist die Seite nicht fit für mobile Besucher.
Kontakt: die Telefonnummer muss klickbar sein
Für die meisten Handwerksbetriebe ist der Anruf der wichtigste Weg zum Auftrag. Deshalb prüft der Check, ob Ihre Telefonnummer als klickbarer Link eingebunden ist. Technisch heißt das: Die Nummer ist als sogenannter tel-Link hinterlegt. Ein Tipp darauf öffnet auf dem Handy direkt die Anruf-Funktion. Steht die Nummer nur als normaler Text da, muss der Kunde sie abschreiben oder umständlich kopieren. Webagenturen beobachten in der Praxis, dass ein gut sichtbarer Anruf-Knopf mehr Anfragen bringt als ein Kontaktformular allein. Belastbare Studien dazu gibt es nicht, der Gedanke ist trotzdem einleuchtend: Wer ein Problem hat, will schnell jemanden erreichen. So sollte es aussehen: Die Nummer steht oben im Kopfbereich der Seite. Auf dem Handy bleibt ein Anruf-Knopf beim Scrollen sichtbar am Bildschirmrand stehen. Achten Sie außerdem auf Pop-ups. Google wertet es negativ, wenn aufdringliche Einblendungen den Inhalt verdecken. Ein Cookie-Hinweis, der den halben Bildschirm füllt und die Telefonnummer verdeckt, schadet doppelt. Selbsttest: Tippen Sie auf dem Handy auf Ihre Nummer. Öffnet sich das Telefon mit der richtigen Nummer, ist alles in Ordnung.
HTTPS: das Schloss in der Adressleiste
HTTPS bedeutet, dass die Verbindung zwischen Besucher und Website verschlüsselt ist. Google nennt eine sichere Verbindung als Teil einer guten Nutzererfahrung, und für die Platzierung spielt sie ebenfalls eine Rolle, wenn auch eine kleine. Wichtiger ist der Effekt beim Kunden. Der Browser Chrome markiert Seiten ohne HTTPS als "Nicht sicher", gut sichtbar in der Adressleiste. Ein Kunde, der Ihnen gleich seine Adresse und Telefonnummer per Formular schicken soll, wird da misstrauisch. Die gute Nachricht: Das lässt sich fast immer schnell beheben. Über Let's Encrypt gibt es kostenlose Zertifikate, und seriöse Hoster bieten das standardmäßig an. Fragen Sie Ihren Hoster, ob das Zertifikat aktiv ist und ob alle Aufrufe mit http automatisch auf https umgeleitet werden. Danach prüfen Sie im Browser, ob vor Ihrer Adresse das Schloss-Symbol erscheint.
Checkliste: in dieser Reihenfolge vorgehen
Wenn Sie den Check gemacht haben und mehrere Baustellen sehen, arbeiten Sie die Punkte am besten so ab. Die ersten beiden gehen schnell, die übrigen brauchen etwas mehr Zeit.
1. HTTPS aktiv?
Seite im Browser öffnen und auf das Schloss-Symbol in der Adressleiste achten. Fehlt es oder steht dort "Nicht sicher", beim Hoster das Zertifikat aktivieren lassen.
2. Telefonnummer klickbar?
Auf dem Handy auf die Nummer tippen. Öffnet sich keine Anruf-Funktion, die Nummer als tel-Link einbinden lassen und oben im Kopfbereich platzieren.
3. Ladezeit im grünen Bereich?
Mit PageSpeed Insights prüfen, ob der LCP bei höchstens 2,5 Sekunden liegt. Wenn nicht: zuerst die Bilder verkleinern.
4. Auf dem Handy lesbar?
Seite auf dem eigenen Smartphone durchklicken. Text ohne Zoom lesbar, Menü mit dem Daumen bedienbar, nichts ragt über den Rand.
5. Google-Unternehmensprofil vollständig?
Die Website ist nur ein Teil. Prüfen Sie in Ihrem Google-Unternehmensprofil, ob Kategorie, Adresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer stimmen. Google nennt vollständige und aktuelle Angaben als Grundlage für bessere Sichtbarkeit in der lokalen Suche. Bitten Sie zufriedene Kunden aktiv um eine Bewertung und antworten Sie auf Bewertungen.
Was tun, wenn das Ergebnis schlecht ausfällt
Ein schlechtes Ergebnis im Check ist kein Grund zur Panik. Viele Punkte lassen sich mit wenig Aufwand beheben, gerade HTTPS und die klickbare Telefonnummer. Bei der Ladezeit und der Handy-Darstellung hängt es davon ab, wie alt die Seite ist und mit welchem System sie gebaut wurde. Wenn mehrere Kategorien rot sind und die Seite schon viele Jahre alt ist, lohnt sich oft ein Neubau mehr als das Flicken einzelner Stellen. Schauen Sie sich dazu gern Beispiele aus unserem Portfolio an. Machen Sie den Check nach jeder Änderung erneut, dann sehen Sie direkt, ob sie etwas gebracht hat.
- Ist der Website-Check wirklich kostenlos?
- Ja. Sie geben Ihre Webadresse unter /check ein und bekommen die Auswertung für alle vier Kategorien, ohne dass dafür etwas zu zahlen ist.
- Ersetzt der Check eine Prüfung durch Google selbst?
- Nein. Der Check gibt einen schnellen Überblick. Für genaue Messwerte zur Ladezeit nutzen Sie zusätzlich PageSpeed Insights und, falls eingerichtet, den Core-Web-Vitals-Bericht in der Google Search Console.
- Wie oft sollte ich meine Website prüfen?
- Immer nach Änderungen an der Seite, zum Beispiel nach neuen Fotos oder einem Plugin-Update. Ohne Änderungen genügt ein Check in größeren Abständen.
- Meine Seite sieht am Computer gut aus. Reicht das?
- Nein. Google bewertet Websites in erster Linie über die mobile Version. Öffnen Sie Ihre Seite deshalb immer auch auf dem Handy.
Ihre Website sollte das auch können?
Wir bauen die erste Version Ihrer neuen Handwerker-Website kostenlos. Sie zahlen erst, wenn sie Ihnen gefällt und live geht.
Kostenlose Vorschau anfordern- Web Vitals: Schwellenwerte für LCP, INP und CLS (web.dev)
- Core Web Vitals-Bericht, Google Search Console Hilfe
- Page Experience in der Google-Suche, Google Search Central
- Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern, Google Unternehmensprofil-Hilfe
- Website für Google auffindbar machen, Google Search Central
