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Webdesign• 30. September 2026• 6 Min. Lesedauer

Homepage erstellen lassen: Was die Kosten wirklich treibt

Wer eine Homepage erstellen lassen will, fragt zuerst nach den Kosten und bekommt oft eine Tabelle nach Seitenzahl. Für Handwerksbetriebe hilft das wenig. Den Preis bestimmen vor allem Texte, Fotos, die SEO-Grundlage und die laufende Betreuung. Dieser Ratgeber zeigt, wo das Geld hinfließt und wo Sie sinnvoll sparen können.

Titelbild mit dem Schriftzug Homepage erstellen lassen und einem Smartphone-Piktogramm

Warum die Seitenzahl wenig über den Preis sagt

Viele Preislisten im Netz rechnen nach Anzahl der Seiten. Für einen Handwerksbetrieb führt das in die Irre. Fünf Seiten mit selbst geschriebenen Texten und Handyfotos sind schnell gebaut. Dieselben fünf Seiten mit professionellen Texten, einem Fotoshooting vor Ort und einer sauberen technischen Grundlage sind ein völlig anderes Projekt. Die großen Kostenblöcke liegen woanders: beim Grad der Individualisierung, bei der Text- und Bildproduktion, bei der SEO-Grundlage und bei der laufenden Betreuung. Wenn Sie diese Posten kennen, können Sie Angebote wirklich vergleichen. Sie sehen dann auch, warum zwei Angebote für scheinbar dieselbe Website so weit auseinanderliegen. Meist steckt im günstigeren Angebot einfach weniger Arbeit, und die fehlende Arbeit landet später bei Ihnen.

Texte: der Posten, den fast alle unterschätzen

Der Ratgeber von marketing-planet.de nennt die Texterstellung ausdrücklich den am meisten unterschätzten Posten einer Website. Das passt zu dem, was man in Projekten oft sieht: Das Design steht schnell, dann wartet alles wochenlang auf die Texte zur Elektroinstallation, zum Badumbau oder zur Dachsanierung. Eine gute Leistungsseite erklärt, was Sie machen, für welche Kunden, in welchem Einzugsgebiet und wie ein Auftrag abläuft. Das zu schreiben kostet Zeit. Entweder Ihre eigene oder die eines Texters. Der Anbietervergleich von unwashed.co zeigt große Preisunterschiede zwischen Textplattformen, freien Textern und Agenturen, und die Qualität schwankt entsprechend. Die Empfehlung dort ist klar: Für die Startseite und die Leistungsseiten lohnt es sich, in Qualität zu investieren. Sparen können Sie bei Nebentexten. Für Ihr Angebot heißt das: Fragen Sie konkret nach, ob Texte enthalten sind, wer sie schreibt und wie viele Korrekturrunden vorgesehen sind. Ein günstiges Angebot ohne Texte ist oft nur ein leeres Gerüst, das Sie selbst füllen müssen.

Auf einen Blick
  • Die Seitenzahl sagt wenig über die Kosten einer Homepage aus.
  • Texte gelten als der am meisten unterschätzte Posten, eigene Fotos sind der größte Sparhebel.
  • Eine saubere SEO-Grundlage von Anfang an ist günstiger als eine spätere Sanierung.
  • Vergleichen Sie Angebote über die Gesamtkosten mehrerer Jahre, inklusive Wartung.
  • Denken Sie an Künstlersozialabgabe und Bildlizenzen.

Fotos: Warum eigene Bilder mehr bringen

Der Ratgeber von graphek.de führt ein Fotoshooting vor Ort als eigenen Kostenpunkt im Projekt auf. Stockfotos sparen dieses Geld, kosten aber Glaubwürdigkeit, schreibt marketing-planet.de. Für Handwerksbetriebe wiegt das besonders schwer. Ihr stärkstes Verkaufsargument sind echte Arbeit und ein echtes Team. Das perfekt ausgeleuchtete Model mit sauberem Helm aus der Bilddatenbank erkennt jeder Kunde sofort, und Ihre Seite sieht dann aus wie die der Konkurrenz. Dazu kommt ein rechtliches Risiko: Bilder ohne gültige Lizenz können eine Abmahnung nach sich ziehen. Das gilt auch für Fotos, die irgendwann jemand "aus dem Internet" genommen hat. Der günstigste Weg zu guten Bildern ist, selbst zu sammeln. Fotografieren Sie fertige Projekte, Vorher-Nachher-Situationen, Ihr Team bei der Arbeit, die Werkstatt und die Firmenfahrzeuge. Querformat, Tageslicht, aufgeräumter Hintergrund. Dann fällt oft nur noch die Bildbearbeitung an. Das ist einer der größten Hebel, um Kosten zu senken, ohne dass die Seite schlechter wird.

SEO-Grundlage: gleich beim Bau richtig anlegen

Eine Website, die bei Google niemand findet, bringt keine Anfragen. marketing-planet.de beschreibt den Unterschied so: Saubere Seitenstruktur, Ladezeit, Keyword-Recherche und optimierte Inhalte trennen eine digitale Visitenkarte von einer Seite, die tatsächlich verkauft. Der wichtigere Satz aus derselben Quelle: Eine nachträgliche SEO-Sanierung ist fast immer teurer als eine korrekte Umsetzung von Anfang an. Für einen Betrieb mit lokalem Einzugsgebiet braucht es meist keine monatliche SEO-Betreuung. Ein einmaliges, sauberes Onpage-Setup reicht in vielen Fällen. Dazu gehören passende Seitentitel und Meta-Beschreibungen, lokale Suchbegriffe wie "Elektriker" plus Ihr Ort, eine eigene Seite pro Leistung und die Verknüpfung mit Ihrem Google-Unternehmensprofil. Schnelle Ladezeiten auf dem Handy gehören ebenfalls dazu, denn viele Kunden suchen unterwegs. Prüfen Sie im Angebot, ob diese Punkte enthalten sind oder später extra berechnet werden. Steht zur Suchmaschinenoptimierung gar nichts drin, fragen Sie nach.

Laufende Betreuung: der Teil nach dem Einmalpreis

Der Einmalpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Danach fallen regelmäßig Kosten an: Hosting und Domain, technische Wartung mit Updates, Sicherheits-Patches und Backups, dazu die Pflege der Inhalte, etwa neue Referenzprojekte, Stellenanzeigen oder geänderte Öffnungszeiten. seiten-werk.com und graphek.de führen diese Posten als festen Bestandteil der Gesamtkosten auf. marketing-planet.de rechnet deshalb die Gesamtkosten einer Website über mehrere Jahre auf den Monat herunter. Das ist die sinnvolle Vergleichsgröße. Ein Angebot mit niedrigem Einmalpreis und teurer Wartung kann am Ende mehr kosten als ein höherer Einmalpreis mit günstiger Betreuung. Auch Abo-Modelle, bei denen Erstellung und Betreuung in einer monatlichen Rate stecken, lassen sich so fair gegen klassische Angebote stellen. Bei der Inhaltspflege haben Sie die Wahl: selbst machen oder abgeben. Selbst machen spart Geld, klappt aber nur, wenn Sie oder jemand im Betrieb wirklich regelmäßig Zeit dafür einplant.

Versteckte Kostenfallen

Einige Posten tauchen in kaum einem Angebot auf und fallen erst später ins Gewicht. marketing-planet.de nennt unter anderem diese: Künstlersozialabgabe: Wer einen selbstständigen Designer oder Texter beauftragt, muss unter Umständen Künstlersozialabgabe auf das Honorar zahlen. Viele Betriebe vergessen das. Klären Sie es vorab mit Ihrem Steuerberater. Lizenzen für Schriften und Bilder: Nicht lizenzierte Schriftarten und Fotos bergen ein Abmahnrisiko. Lassen Sie sich bestätigen, dass alle verwendeten Elemente sauber lizenziert sind. Ungepflegte Technik: Eine WordPress-Installation ohne regelmäßige Updates wird zur Sicherheitslücke. Die Reparatur nach einem Angriff ist deutlich aufwendiger als die laufende Pflege. Wartung gehört deshalb in die Fixkosten und ist kein optionaler Zusatz.

Checkliste: So prüfen Sie ein Angebot

Diese Schritte helfen Ihnen, bevor Sie ein Angebot unterschreiben. Wie wir bei WeRefine Leistungen und Preise aufbauen, sehen Sie im Preisbereich unserer Startseite.

1. Die richtige Frage stellen

Fragen Sie weniger "Wie viele Seiten brauche ich?" und mehr "Wer schreibt meine Texte, wer macht meine Fotos?". Die Antwort darauf erklärt den größten Teil der Preisunterschiede.

2. Eigene Fotos sammeln

Legen Sie ab sofort einen Ordner an und fotografieren Sie jedes fertige Projekt. Nach ein paar Wochen haben Sie genug Material für Referenzen und Leistungsseiten.

3. SEO-Grundlage im Angebot suchen

Seitentitel, Meta-Beschreibungen, lokale Suchbegriffe und die Anbindung ans Google-Unternehmensprofil sollten ausdrücklich genannt sein.

4. Wartung als Fixkosten einplanen

Klären Sie, wer Updates und Backups macht und was das laufend kostet. Ohne Wartung wird die Seite zum Risiko.

5. Gesamtkosten über mehrere Jahre vergleichen

Rechnen Sie Einmalpreis und laufende Kosten zusammen und teilen Sie durch die Monate. Erst dann sind Angebote vergleichbar.

6. Echte Referenzen einplanen

Fotos von echten Projekten und echte Kundenstimmen überzeugen Besucher stärker als aufwendige Design-Effekte. Planen Sie dafür Platz auf der Seite ein.

Häufige Fragen
Was kostet es, eine Homepage für einen Handwerksbetrieb erstellen zu lassen?
Das hängt vor allem davon ab, wer Texte und Fotos liefert, wie die SEO-Grundlage aussieht und welche Betreuung enthalten ist. Unsere Pakete finden Sie im Preisbereich auf der Startseite.
Kann ich die Texte für meine Website selbst schreiben?
Ja, das spart Geld. Planen Sie aber genug Zeit ein. Für Startseite und Leistungsseiten lohnt sich professionelle Hilfe am ehesten, bei Nebentexten können Sie gut selbst schreiben.
Brauche ich als Handwerker eine monatliche SEO-Betreuung?
Bei lokalem Einzugsgebiet meist nicht. Ein sauberes einmaliges Onpage-Setup mit lokalen Suchbegriffen und Google-Unternehmensprofil reicht in vielen Fällen.
Kann ich Stockfotos verwenden?
Möglich, aber sie wirken austauschbar und kosten Glaubwürdigkeit. Nutzen Sie nur sauber lizenzierte Bilder und ergänzen Sie so viele eigene Projektfotos wie möglich.
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