Was ein Alt-Text ist und wer ihn liest
Der Alt-Text ist ein kurzes Textfeld, das zu jedem Bild im Quellcode Ihrer Website gehört. Technisch heißt es alt-Attribut und steht im img-Tag. Ihre Besucher sehen ihn normalerweise nicht. Gelesen wird er von Suchmaschinen und von Screenreadern, also Programmen, die sehbehinderten Menschen eine Seite vorlesen. Google schreibt in der eigenen Dokumentation zur Bildersuche, dass der Alt-Text zusammen mit Bilderkennung und dem Text rund um das Bild genutzt wird, um das Thema eines Fotos zu verstehen. Ein Foto ohne brauchbaren Alt-Text ist für Google also schwerer einzuordnen. Fehlt das Attribut ganz, liest ein Screenreader oft den Dateinamen vor. Dann hört jemand statt einer Beschreibung nur etwas wie IMG_0042.
Drei Beispielsätze: leer, gestopft, gut
Nehmen wir ein typisches Foto von der Website eines Elektrikers: Ein Mitarbeiter verlegt Kabel in einem Neubau. An diesem einen Bild sieht man die häufigsten Fehler und die bessere Lösung.
Schlecht: die leere Zeile
alt="" Das Feld ist da, aber leer. Für ein Arbeitsfoto mit echtem Inhalt ist das die schwächste Wahl. Google bekommt aus dem Attribut keine Information, und ein Screenreader überspringt das Bild komplett. Ihre beste Referenz bleibt für beide unsichtbar.
Auch schlecht: Keywords gestopft
alt="Elektriker Frankfurt Elektroinstallation Elektriker Elektrofachbetrieb günstig Frankfurt" Hier hat jemand alle Suchbegriffe in das Feld gepackt, die ihm eingefallen sind. Das beschreibt das Bild nicht, es ist eine Stichwortliste. Google warnt in seiner Dokumentation ausdrücklich davor, Alt-Attribute mit Keywords vollzustopfen: Das sorgt für ein schlechtes Nutzererlebnis und kann dazu führen, dass die Seite als Spam eingestuft wird. Wer das auf jedes Foto der Seite schreibt, verschlimmert das Problem.
Gut: beschreiben, was zu sehen ist
alt="Elektriker verlegt Unterputz-Kabel in Neubau-Wohnzimmer Frankfurt" Dieser Satz sagt, wer auf dem Foto was macht und wo. Das Gewerk steckt natürlich drin, der Ort auch. Ein Mensch, der sich die Seite vorlesen lässt, weiß sofort, was das Bild zeigt. Und Google erhält genau die Information, die zum Rest der Seite passt.
- Der Alt-Text beschreibt ein Bild für Google und für Screenreader.
- Leeres Feld bei Arbeitsfotos und gestopfte Keyword-Listen sind die zwei typischen Fehler.
- Gute Formel: Wer macht was, woran, wo? Mit einem passenden Suchbegriff.
- Rein dekorative Grafiken bekommen bewusst alt="".
- In WordPress steht das Feld Alternativtext in der Mediathek und im Editor.
Das Muster für Ihr Gewerk
Die Formel für einen guten Alt-Text lautet: Wer macht was, woran, wo? Sie brauchen dafür keine Werbesprache und keine Fachbegriffe, die auf dem Foto gar nicht zu erkennen sind. Beschreiben Sie das Bild so, wie Sie es einem Kunden am Telefon schildern würden. So sieht das in anderen Gewerken aus. Dachdecker: alt="Dachdecker erneuert Dachziegel auf Satteldach Einfamilienhaus". Schreiner: alt="Tischler baut Einbauküche aus Massivholz in Altbauwohnung". Maler: alt="Maler streicht Fassade Einfamilienhaus in Grau". In jedem Satz steckt ein Suchbegriff, den echte Kunden eingeben würden. Er wirkt aber nicht hineingedrückt, weil er einfach zum Bild gehört. Ein guter Prüfstein: Was bedeutet das Bild für diese Seite? Auf der Seite zu Badsanierungen zeigt ein Foto den Beweis, dass Sie Bäder sanieren. Dann sollte der Alt-Text auch das sagen und nicht nur "weiße Fliesen".
Dekorative Bilder: bewusst leer lassen
Nicht jedes Bild auf Ihrer Website braucht eine Beschreibung. Trennlinien, Hintergrundgrafiken oder Muster haben nur einen gestalterischen Zweck. Sie sagen nichts über Ihren Betrieb aus. Für solche Bilder ist alt="" die richtige Lösung. Wichtig ist der Unterschied: Das Attribut wird bewusst leer gesetzt und nicht einfach weggelassen. So weiß ein Screenreader, dass er das Bild überspringen darf, und liest keinen Dateinamen vor. Ein leerer Alt-Text ist also nur bei Arbeitsfotos ein Fehler. Bei Schmuckgrafiken ist er genau richtig.
Checkliste für Ihre Website
Diese Schritte können Sie an einem Nachmittag für Ihre wichtigsten Seiten abarbeiten. Am besten fangen Sie mit der Startseite und den Leistungsseiten an.
1. Dateinamen beschreibend benennen
Bevor ein Foto hochgeladen wird, bekommt es einen sprechenden Namen. Also dachdecker-ziegelreparatur-kassel.jpg statt DSC_0032.jpg. Das kostet ein paar Sekunden und hilft zusätzlich beim Einordnen.
2. Jedes Foto mit Inhalt beschreiben
Füllen Sie den Alt-Text für alle Bilder aus, die etwas zeigen: Arbeitsfotos, Vorher-Nachher-Bilder, Team, Fahrzeuge, Werkstatt. Die Leitfrage bleibt: Was macht wer wo?
3. Ein passendes Keyword pro Bild
Bauen Sie pro Bild einen Suchbegriff ein, wenn er zum Inhalt passt. Wenn er nicht passt, lassen Sie ihn weg. Eine ehrliche Beschreibung ist mehr wert als ein erzwungenes Wort.
4. Schmuckbilder leer lassen
Grafiken ohne Aussage bekommen alt="". Prüfen Sie dabei, ob Ihr Website-Baukasten das Feld wirklich leer setzt oder automatisch den Dateinamen einträgt.
5. Keine Kopien über alle Bilder
Schreiben Sie nicht denselben Text unter zwanzig Fotos. Jedes Bild zeigt etwas anderes, also bekommt jedes eine eigene Beschreibung. Bei einer Bildergalerie einer Baustelle reicht oft ein Detail als Unterschied: Rohbau, Estrich, fertiger Boden.
So tragen Sie den Alt-Text in WordPress ein
Viele Handwerker-Websites laufen mit WordPress. Dort gibt es zwei Wege. Erstens über die Mediathek: Bild anklicken, rechts das Feld Alternativtext ausfüllen, speichern. Zweitens direkt beim Einfügen im Gutenberg-Editor: Bild auswählen, in der Seitenleiste rechts erscheint das gleiche Feld. Der Eintrag in der Mediathek gilt als Vorgabe für das Bild. Wenn Sie ein Foto schon auf mehreren Seiten eingebunden haben, lohnt sich ein kurzer Blick, ob der Text dort auch wirklich übernommen wurde. Andere Baukästen haben ein ähnliches Feld, meist in den Bildeinstellungen unter Namen wie Alt-Text oder Bildbeschreibung. Wenn Sie keine Zeit für die Pflege haben oder Ihre Seite ohnehin neu aufbauen wollen, können Sie das auch abgeben. Auf unserer Startseite sehen Sie, wie wir Websites für Handwerksbetriebe umsetzen, Alt-Texte inklusive.
- Bringt ein Alt-Text wirklich etwas für Google?
- Google nutzt den Alt-Text laut eigener Dokumentation zusammen mit Bilderkennung und dem umliegenden Seitentext, um zu verstehen, was ein Bild zeigt. Er ist damit ein Baustein, damit Ihre Fotos richtig eingeordnet werden.
- Darf ich meinen Ort und mein Gewerk in den Alt-Text schreiben?
- Ja, wenn es zum Bild passt. Ein Satz wie Elektriker verlegt Unterputz-Kabel in Neubau-Wohnzimmer Frankfurt ist in Ordnung. Eine Liste aus Ort und Gewerk ohne Beschreibung sollten Sie vermeiden.
- Was mache ich mit Logos und Schmuckgrafiken?
- Reine Schmuckgrafiken wie Trennlinien oder Hintergründe bekommen ein bewusst leeres alt="". Ein Logo, das etwas aussagt, beschreiben Sie kurz, zum Beispiel mit dem Namen Ihres Betriebs.
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